Sozialpädagogische Familiendiagnosen

Das Konzept der sozialpädagogischen Diagnosen für Kinder, Jugendliche und Familien, ist eine Methode der strukturierten Fallbesprechung im Rahmen der Hilfeplanung der Familien- und Jugendhilfe.

Es stellt die Selbstdeutungen der Kinder, Jugendlichen und erwachsenen Familienmitglieder in den Vordergrund und trägt somit zentralen Qualitätskriterien des Hilfeplanprozesses - Betroffenenbeteiligung und Partizipation - Rechnung.

Indikationen für sozialpädagogische Familiendiagnosen

•  bei Unklarheit der Hilfeform

•  Wenn nicht alle Familien die Hilfe mittragen oder bei unterschiedlichen Einschätzungen der Beteiligten

•  Bei Familien mit langen Helferketten ("Jugendhilfedynastien")

•  Als Unterbringungsvermeidung oder als Vorbereitung der Rückfhrung ins Elternhaus

•  Bei Familien mit akuter oder latenter Kindeswohlgefährdung

•  Multiproblemfamilien

•  Als Neuentscheidungshilfe bei Familien, die schon viele Hilfen bekommen haben, die aber bisher keinen Erfolg zeigten ("austherapierte Familien")